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Biografie
Einstein am 22. August 1930 auf der Funkausstellung in Berlin
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Einstein hält am 22. August 1930 bei der Funkausstellung in Berlin die Eröffnungsrede

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Einstein eröffnet die 7. Funkausstellung

"Verehrte An- und Abwesende!"

Wie Einstein seine frühe Hoffnung in die demokratische Wirkung der neuen Technologie später gesehen hat, ist nicht überliefert. Zumindest glaubte er weiter an die Wirkung des per Funk übertragenen gesprochenen Wortes: Seine Radioansprachen in den USA gegen die Hexenjagd der blinden Antikommunisten um Joe McCarthy und gegen die atomare Hochrüstung nach der Katastrophe von Hiroshima haben Radiogeschichte gemacht und bleiben legendär.

Die Rede Albert Einsteins zur Eröffnung der 7. Funkausstellung 1930 in Berlin
Verehrte An- und Abwesende!

Wenn Ihr den Rundfunk höret, so denkt auch daran, wie die Menschen in den Besitz dieses wunderbaren Werkzeuges der Mitteilung gekommen sind. Der Urquell aller technischen Errungenschaften ist die göttliche Neugier und der Spieltrieb des bastelnden und grübelnden Forschers und nicht minder die konstruktive Phantasie des technischen Erfinders.

Gedenket dankbar des Heeres namenloser Techniker, welche die Instrumente des Radio-Verkehres so vereinfachten und der Massenfabrikation anpassten, dass sie jedermann zugänglich geworden sind. Denket auch daran, dass die Techniker es sind, die erst wahre Demokratie möglich machen. Denn sie erleichtern nicht nur des Menschen Tagewerk, sondern machen auch die Werke der feinsten Denker und Künstler, deren Genuss noch vor kurzem ein Privileg bevorzugter Klassen war, der Gesamtheit zugänglich und erwecken so die Völker aus schläfriger Stumpfheit.

Was speziell den Rundfunk anlangt, so hat er eine einzigartige Funktion zu erfüllen im Sinne der Völkerversöhnung. Bis auf unsere Tage lernten die Völker einander fast ausschließlich durch den verzerrenden Spiegel der eigenen Tagespresse kennen. Der Rundfunk zeigt sie einander in lebendigster Form und in der Hauptsache von der liebenswürdigen Seite. Er wird so dazu beitragen, das Gefühl gegenseitiger Fremdheit auszutilgen, das so leicht in Misstrauen und Feindseligkeit umschlägt. Betrachtet in dieser Gesinnung die Ergebnisse des Schaffens, welche diese Ausstellung den staunenden Sinnen des Besuchers darbietet.

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Zuletzt geändert am: 22.12.2006