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Verzerrung des Raumzeit-Gefüges: Gravitationswellen
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Verzerrung des Raumzeit-Gefüges: Gravitationswellen

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Weltraumforschung zum Mitmachen

Kommt die Gravitationswellenastronomie?

Mit hoch empfindlichen Detektoren suchen Physiker nach Gravitationswellen. Über das Internet können jetzt auch Sie das von Einstein vorhergesagte Phänomen suchen.

Jeder kennt den Effekt: Wirft man einen Stein ins Wasser, dann breiten sich kreisförmige Wellen über die Wasseroberfläche aus. 1916 errechnete Einstein aus seiner Allgemeinen Relativitätstheorie, dass ein ähnlicher Effekt auch im Weltraum auftritt. „Fällt“ etwas ein Stern in ein schwarzes Loch, so rollen so genannte Gravitationswellen durch den Kosmos. Dabei staucht und dehnt sich der Raum im Rhythmus der Wellen - und mit ihm alles, was sich darin befindet.

Soweit die Theorie. Beobachten konnte man diesen Effekt bisher nicht. Denn seine Auswirkungen sind unvorstellbar klein. Selbst die Gravitationswelle von gigantischen Sternenexplosionen lassen den Abstand zwischen der Erde und der Sonne nur um einen Atomdurchmesser schwanken. Einstein selbst ging deshalb davon aus, der Effekt werde sich wohl nie nachweisen lassen.

Bisher behielt er damit recht. Lediglich ein indirekter Beleg der Gravitationswellen gelang. Inzwischen glauben die Physiker aber, bald Gravitationswellen direkt nachzuweisen zu können. Dafür hat die amerikanische National Science Foundation etwa ein Viertel ihrer gesamten Ausgaben für Physikforschung investiert. Die Forscher erhoffen sich von dem teuren Projekt nicht nur die Bestätigung der Einsteinschen Theorie. Die Beobachtung von Gravitationswellen könnte präzise Erkenntnisse über Struktur und Entwicklung des Universums liefern. Mit Gravitationswellenempfängern ließen sich Bereiche des Universums „sichtbar“ machen, die bisherigen Teleskopen verschlossen sind. Eine künftige Astronomie mit Gravitationswellen würde es beispielsweise ermöglichen, Signale vom Verschmelzen massereicher Schwarzer Löcher im Innern von Galaxien, oder sogar aus den ersten Sekundenbruchteilen des Urknalls zu empfangen.

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Zuletzt geändert am: 23.03.2005