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Botschaft Einsteins für die Einweihung des Riverside Drive Memorial zur Erinnerung an die Opfer der
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Botschaft Einsteins für die Einweihung des Riverside Drive Memorial zur Erinnerung an die Opfer der Schoah 1947

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Die Schoah

Einstein wendet sich für immer ab

Bereits vor 1933 war Einsteins Verhältnis zu Deutschland und den Deutschen gespannt. Nach der Vernichtung der europäischen Juden konnte er sich nicht mehr mit Deutschland aussöhnen.

1933 hatte Einstein längst ein klares Urteil über den Nationalsozialismus. In einem Brief an die Akademie der Wissenschaften gab er sein Staatsbürgerrecht auf, denn er wollte „nicht in einem Staate leben …, in dem Individuen nicht gleiches Recht vor dem Gesetz sowie Freiheit des Wortes und der Lehre zugestanden wird.“

Nach seiner Emigration in die USA 1933 begann er sofort, sich für Flüchtlinge aus Deutschland einzusetzen. Er war deshalb auch einer der Initiatoren des Nobel-Preises für Carl von Ossietzky. Er half so die Aufmerksamkeit der internationalen Öffentlichkeit auf den im Konzentrationslager eingesperrten Schriftsteller zu lenken und den Druck für seine Freilassung zu erhöhen. Einstein schickte aber auch größere und kleine Geldbeträge an bedürftige Menschen, mühte sich um Arbeitsverträge für sie in der neuen Heimat und erklärte einige Hilfesuchende sogar zu Verwandten.

Der Witwe eines Freundes, Tatjana Ehrenfest, berichtete er in einem Brief 1938, „dass ich ein Vermittlungsbüro für Verfolgte sowie für intellektuelle Sonderlinge habe, und ich kann Ihnen versichern, dass das Geschäft in ungeheurem Schwung ist.“

Noch während des Krieges initiierte Einstein das Schwarzbuch „Der Genozid an den sowjetischen Juden“. Kurz vor Kriegsende klagte er an: „Die Deutschen als ganzes Volk sind für diese Massenmorde verantwortlich und müssen als Volk dafür bestraft werden, wenn es eine Gerechtigkeit auf der Welt gibt. Wenn sie vollends besiegt und, wie nach dem letzten Kriege, über ihr Schicksal jammern, soll man sich nicht ein zweites Mal täuschen lassen, sondern sich daran erinnern, dass sie die Menschlichkeit der andern voll bewusst genutzt haben, um ihr letztes und schwerstes Verbrechen gegen die Menschheit vorzubereiten.“

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Zuletzt geändert am: 24.03.2005