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Von Einstein und Leo Szilard eingereichte Patentschrift für eine Pumpe, vorzugsweise für Kältemaschi
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Von Einstein und Leo Szilard eingereichte Patentschrift für eine Pumpe, vorzugsweise für Kältemaschinen

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Ein sicherer Kühlschrank

Haustechnik für Atomkraftwerke

Die bedeutendste Erfindung der kältetechnischen Zusammenarbeit war eine Induktionspumpe. Um Lecks zu vermeiden hatte Einstein die Idee, die Kühlschrankpumpe von außen über elektrische Spulen anzutreiben. Als Pumpkolben diente ein Kalium-Natrium-Gemisch. Von den Erfindern beständig beraten, baute AEG einen Prototyp eines mit diesem Prinzip angetriebenen Kühlschranks. Doch auch diese Erfindung ging wie der Tauchkühler nie in die Serienproduktion. Erst später setzte man die Einstein-Szilard-Pumpe auf einem ganz anderen Gebiet ein: Zur Umwälzung des Kühlmittels in nuklearen Brutreaktoren.

Dass die Pumpe nicht im Haushalt zum Einsatz kam, hatte vor allem einen Grund: 1930 kamen Kühlschränke mit Fluorkohlenwasserstoffen (FCKW) auf den Markt. Dass diese zwar für den Menschen nicht unmittelbar giftig sind, dafür aber die Ozonschicht zerstören, fand man erst Jahrzehnte später heraus.

Auch wenn Szilard und Einstein es also nicht gelang, die Menschheit mit ungefährlichen Kühlschränken zu versorgen, einen anderen Zweck erfüllte die Zusammenarbeit: Sie half Szilard über finanzielle Engpässe hinweg. Als die beiden Physiker ihr Jointventure begannen, war Szilard dabei, Privatdozent

zu werden. Von den geringfügigen Vorlesungsgebühren der Studenten, die er in dieser Stellung bekommen würde, lies sich allerdings nur schlecht leben. Deshalb vereinbarte Einstein mit seinem 28jährigen Kollegen ein Art Grundsicherungsmodell: Jede Erfindung von einem der beiden auf dem Gebiet der Kältetechnik sollte gemeinsames Eigentum sein. Szilard erhielt aber sämtliche Gewinne, sollte sein Gehalt unter das eines Universitätsassistenten fallen. Anderenfalls erhielt jeder die Hälfte der Einnahmen.
Tatsächlich verdiente Szilard aus Patenteinnahmen und Beraterverträgen für die Entwicklung der Prototypen genug, um eine kleines Vermögen anzusparen. Es half ihm nach 1933 das Exil in England durchzustehen.

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Zuletzt geändert am: 22.03.2005