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Einsteins Vertraute: Schwester Maja Einstein um 1940
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Einsteins Vertraute: Schwester Maja Einstein um 1940

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Schwester Maja

Wie eine Zwillingsschwester

Über die Zwanzigjährige klagte Einstein, sie sei "jetzt so recht in den Mädchenflegeljahren", fügte aber gleich im besorgten Ton des großen Bruders hinzu: "Wenn sie nur glücklich draus heraus kommt." In der schwierigen Vermittlerrolle, die Einstein ihr schon früh zumutete, stieß auch Maja manchmal an ihre Grenzen. Dann war ihr Bruder unzufrieden und schrieb z. B. 1912: "Wenn ich das schlechte Verhältnis zwischen meiner Frau und Maja oder meiner Mutter vor mir sehe, so muss ich leider sagen, dass mir alle drei recht wenig sympathisch sind, leider!" Die Situation verbesserte sich mit Einsteins zweiter Frau Elsa. Beide Familien hielten zwischen Italien und Berlin regen und herzlichen Kontakt. Maja und ihr Mann nahmen den kranken Einstein-Sohn Eduard in den Ferien bei sich auf. Gleichzeitig blieb Maja aber auch die Vertraute ihres Bruders, die von seinen außerehelichen Affären wusste und die eine oder andere Frau kannte. Seine Geliebte Toni Mendel sprach von ihr "mit viel Liebe, ja mit Begeisterung".

1939 verließ sie ohne ihren Mann das faschistische Italien und zog zu ihrem Bruder nach Princeton in die Mercer Street . Sie hoffte, nach dem Krieg zurückkehren zu können und "alles, was

mir so sehr am Herzen gelegen ist, wiederzusehen." Inzwischen glich sie nicht nur mit ihrem weißen Haarschopf Einstein wie eine Zwillingsschwester. "Ihre ganze Sprachmelodie ebenso wie die seltsame Kombination von kindlicher und skeptischer Formulierung jeder Aussage ist der Redeweise ihres Bruders ungewöhnlich ähnlich. Es ist fast erschreckend, ihr zuzuhören, und unheimlich, auch die nebensächlichen Züge eines großen Genius wiederholt zu finden", schrieb der Biograf Phillipp Frank.

Den Traum von einer Rückkehr nach Europa machte 1946 ein Schlaganfall zunichte, mit dem sie bettlägerig wurde. Ihr Bruder las ihr jahrelang jeden Abend aus Literatur und Philosophie vor, und das waren für beide die schönsten Stunden. Maja Einstein-Winteler starb am 25. Juni 1951 in Princeton und wurde im engsten Familienkreis eingeäschert. Einstein, der sie um knapp vier Jahre überlebte, bestimmte, "dass es bei mir auch so gemacht werden soll."

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Zuletzt geändert am: 18.03.2005