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Mythos
Biografie
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Einsteins Bruch mit dem Pazifismus

Kein absolutes Ideal

Nicht erst mit seiner Unterstützung für ein amerikanisches Programm zur Erforschung der Atomwaffen brach Einstein mit dem Pazifismus. Bereits 1933 machte er an seiner Haltung Abstriche und äußerte, „dass in Europa das Kampfmittel der Dienstverweigerung erst dann wieder empfohlen werden kann, wenn die militärische Bedrohung der demokratischen Länder durch Diktaturen mit aggressiver Tendenz aufgehört hat.“

Einsteins Sinneswandel vollzog sich in einer dramatischen Situation. Als er 1933 – vor seiner endgültigen Emigration in die USA – in Belgien weilte, wurde er gedrängt, sich für zwei junge Belgier einzusetzen, die wegen Kriegsdienstverweigerung im Gefängnis saßen.
Einstein jedoch hatte mit dem Sieg der „nationalen Revolution“ in Deutschland seine Meinung geändert, er war von der Gefährlichkeit des Nationalsozialismus in Deutschland überzeugt.

Zwar bat er den belgischen König – er war mit dem belgischen Königspaar befreundet - um die Schaffung eines Kriegsersatzdienstes für Kriegsdienstverweigerer, erklärte jedoch öffentlich: „Unter den heutigen Umständen würde ich als Begier den Kriegsdienst nicht verweigern, sondern ihn in dem Gefühl, der Rettung der europäischen Zivilisation zu dienen, gerne auf mich nehmen.“

Einstein stimmte mit dem belgischen König darin überein, dass angesichts der Entwicklung in Deutschland Belgiens Armee ein bloßes Verteidigungsinstrument sei und dazu auch notwendig. Darüber hinaus hatte er sich mit ihm darauf geeinigt, dass sich niemand in die Angelegenheit der Kriegsdienstverweigerer einmischen solle, der im Lande Gastfreundschaft genieße.

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Zuletzt geändert am: 24.03.2005