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Angriffe im Namen einer "Deutschen Physik": Philipp Lenard
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Angriffe im Namen einer "Deutschen Physik": Philipp Lenard

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"Deutsche Physik"

Philipp Lenard

Einstein war in der Weimarer Republik zahlreichen antisemitischen Angriffen ausgesetzt. Einer der aggressivsten Gegner war der Physiker Philipp Lenard. Er fühlte sich - gegenüber Einstein – zu schlecht beurteilt und bediente sich deshalb des Antisemitismus um Einsteins Ansehen zu zerstören.

Der Physiker Philipp Lenard (1862-1947) wurde in Preßburg (Bratislava) geboren und studierte in Budapest, Wien und Berlin.1898 ging er als Professor an die Kieler Universität und entdeckte wichtige Gesetzmäßigkeiten des lichtelektrischen Effekts.1905 erhielt Lenard dafür den Nobelpreis für Physik. 1923 erhielt Einstein den Nobelpreis für die vollständige Erklärung dieses Phänomens. Zu der Zeit war Lenard bereits von Hitler fasziniert, er wurde zum wichtigsten Vertreter der „Deutschen Physik“.

Zunächst stritten Einstein und Lenard auf wissenschaftlicher Basis. Zum Bruch führte erst eine 1920 von Paul Weyland und der Arbeitsgemeinschaft deutscher Naturforscher zur Erhaltung reiner

Wissenschaft e. V. geführte Kampagne, in der Weyland, sich auf Arbeiten Lenards berufend, Einsteins Theorien als „Irreführung der Öffentlichkeit“ kennzeichnete. Einstein war darüber so aufgebracht, dass er Lenard im Berliner Tageblatt angriff und behauptete, dass seine „Einwände gegen die allgemeine Relativitätstheorie“ von solcher „Oberflächlichkeit“ wären, dass er es „bis jetzt nicht für nötig erachtet habe, ausführlich auf dieselben einzugehen.“

Einstein bedauerte später seine Äußerungen, Lenard akzeptierte jedoch keine Entschuldigung. Zum endgültigen Bruch führte ein Rededuell auf einer Tagung der Deutschen Naturforscher und Ärzte, die Lenard später mit den Worten kommentierte: „Der Jude wurde von mir in dieser Diskussion nach damaligem Standpunkt (Günthers Rassenkunde erschien erst 1922) wie ein richtiger arischer Mensch beurteilt und behandelt, und das war falsch (auch für die Sache).“

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Zuletzt geändert am: 23.03.2005