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Mythos
Biografie
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Der Äther

Das Ende eines Mythos

Lange waren die Physiker überzeugt, der ganze Weltraum sei mit einem schwerelosen Stoff gefüllt. Einstein hielt dieses unfassbare Lichtmedium für überflüssig.

Was ist Licht? Diese Frage beantworten die Physiker seit der Entstehung ihrer Wissenschaft immer wieder neu. Newton glaubte, es sei ein Strom winziger Teilchen, so genannter Korpuskeln. Doch wie sollte man sich dann Phänomen wie die Interferenz erklären? Überlagert man zwei Lichtstrahlen, so wird es nicht unbedingt heller, sondern an manchen Stellen dunkler, Interferenzstreifen entstehen. Ein Jahrhundert nach Newtons Tod macht sich unter anderen der französische Physiker Augustin-Jean Fresnel an die Erklärung solcher Phänomene. Wie andere vor ihm nimmt er an, dass es sich bei Licht um Wellen handelt.

Seine Wellentheorie kann alle bekannten Eigenschaften des Lichts einfach erklären: Wellen können sich auslöschen, wenn sie gegengleich schwingen, wenn also jeweils ein Berg auf ein Tal trifft und umgekehrt.

Der Erfolg der Wellentheorie war überwältigend. Als Heinrich Hertz schließlich 1887 entdeckte, dass Licht nur ein Spezialfall elektromagnetischer Wellen war, zweifelte kaum noch ein Wissenschaftler an dieser Theorie.

Doch die Wellentheorie brachte eine neue Frage auf die Tagesordnung: Was schwingt da eigentlich, wenn sich die Lichtwelle fortpflanzt? Alle bisher bekannten Wellen waren an ein Trägermedium gebunden. Bei Wasserwellen schwingt das Wasser hin und her. Bei Schallwellen breiten sich Druckschwankungen in der Luft aus. In welchem Stoff also breiteten sich die Lichtwellen aus? Im Äther!, behaupteten die Physiker. Dieser Stoff freilich musste zauberhafte Eigenschaften haben, um als Lichtmedium in Frage zu kommen. Schwerelos sollte diese „feinste Materie“ sein, alle anderen Körper durchdringen und den Weltraum ganz ausfüllen.

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Zuletzt geändert am: 17.03.2005