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Einstein mit einem seiner Biografen und Freund Peter A. Bucky um 1934
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Einstein mit einem seiner Biografen und Freund Peter A. Bucky um 1934

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Einsteins Biografen

Das Phantom in unserer Mitte

Zeitgenössische Biografen Einsteins waren nicht nur Physiker-Kollegen, sondern kamen auch aus dem Umfeld der Familie und Freunde, immer mit dem Ziel, der Nachwelt den privaten Einstein zu überliefern. Alle diese Versuche sind aus unterschiedlichen Gründen gescheitert.

Von allen Biografen am nächsten stand ihm seine Schwester Maja, mit der ihn Zeit seines Lebens ein inniges Verhältnis verband. Leider hat die promovierte Romanistin den Versuch, eine Biografie über ihren berühmten Bruder zu schreiben, aufgegeben. Ein Fragment letzter Hand von 1924 umfasst 39 Seiten. Es liefert viele Details zur Kindheit und Jugend Einsteins und manche zur Anekdote gewordene Geschichte wie die verzögerte Sprachentwicklung oder der Bau vielstöckiger Kartenhäuser. Als Schilderung des Elternhauses ist es ein kleines, aber wichtiges Dokument zur liberalen Tradition des deutschen jüdischen Bürgertums vor 1933.

"Er mag Tagträume. Er erfreut sich an entfernten Anblicken, am Licht, an den Farben, den ruhigen Ufern und an der beruhigenden gleitenden Bewegung des

Bootes, das mit einer kleinen Bewegung des Ruders gesteuert wird. All dies verschafft ihm ein glückliches Gefühl von Freiheit. Sein wissenschaftliches Denken, das ihn auch auf dem Wasser nie verlässt, nimmt die Art eines Tagtraumes an", schrieb der Schwiegersohn Rudolf Kayser, Redakteur der Literaturzeitschrift Neue Rundschau und Lektor beim S. Fischer Verlag. Die Biografie bewegt sich stilistisch auf hohem Niveau, enthält jedoch trotz Einsteins Mithilfe einige Unrichtigkeiten, so dass bezweifelt werden muss, ob er das Manuskript wirklich geprüft hat, wie er selbst im Vorwort behauptet. Das Buch sollte 1929 zu seinem 50. Geburtstag auf den Markt kommen und wäre auch wegen der damaligen Popularität Kaysers ein Verkaufserfolg gewesen, doch Einstein zog die Erlaubnis zur Veröffentlichung in Deutschland zurück. Es erschien deshalb 1930 unter dem Pseudonym "Anton Reiser" nur in englischer Übersetzung in New York.

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Zuletzt geändert am: 18.03.2005