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Einstein mit einem seiner Biografen und Freund Peter A. Bucky um 1934
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Einstein mit einem seiner Biografen und Freund Peter A. Bucky um 1934

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Einsteins Biografen

Kollegen in Not

Physiker-Kollegen haben schon zu Lebzeiten Einsteins nicht nur über seine Arbeit, sondern auch über sein Leben geschrieben. Nicht immer waren die Biografen ausschliesslich vom wissenschaftlichen Erkenntnisinteresse geleitet.

Einsteins Freund Max Born, der 1919 in Frankfurt/M. gegen Eintritt Vorträge über die Relativitätstheorie hielt, um für sein notleidendes physikalisches Institut Gelder zu sammeln, war nicht der erste, der sich Einsteins Berühmtheit zunutze machte. Doch er wurde unter den Physikern zum ersten Biografen Einsteins, als er 1920 die gesammelten Vorträge als Buch herausbrachte, dem er eine Biografie und ein Bild Einsteins beifügte. Das war neu und entsprach nicht den akademischen Gepflogenheiten. Kollegen, allen voran der Freund Max von Laue, protestierten, weswegen Biografie und Bild in späteren Auflagen weggelassen werden mussten.

Auch Philipp Frank, Einsteins Nachfolger an der deutschen Universität in Prag, schrieb 1947 aus Geldnot, nach Einsteins Einschätzung, weil er als Immigrant in den

USA "keine Stellung und nichts zu beißen hatte". Einstein, der schon den Kollegen nicht allzu hoch einschätzte, wenn er meinte, "wissenschaftliche Erfindungskraft ist ihm weniger zuteil geworden", hielt von dessen Buch über ihn noch weniger. Frank hat kaum historische Dokumente benutzt und Einstein auch nicht gut genug gekannt, um ihn buchfüllend beschreiben zu können. Er hat deshalb auf eine literarische Vorlage zurückgegriffen und seitenweise aus Max Brods "Tycho Brahe" zitiert. Dessen Figur des Astronomen Johannes Kepler war zwar von einigen Begegnungen mit Einstein inspiriert, sollte aber keineswegs ihn darstellen, wie Brod später versicherte. Ihm war die Sache äusserst peinlich, obwohl er nichts dafür konnte. Einstein tröstete ihn damit, "dass die Zeit ein Sieb hat, durch welches die meisten Nichtigkeiten ins Meer der Vergessenheit ablaufen".

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Zuletzt geändert am: 18.03.2005