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Max Brod über Einstein

Einstein als literarische Inspiration

Die Begegnungen des Prager Schriftstellers Max Brod mit Einstein haben literarische Spuren hinterlassen. Während manche Biografen, darunter Jürgen Neffe, meinen, dass Brod Einstein exakt portraitierte, werden wir nie erfahren, wie gut Brod Einstein wirklich kannte und ob er seinen Charakter überzeichnete.

Von April 1911 bis Juli 1912 war Einstein Professor für Theoretische Physik an der Prager Universität. In dieser Zeit besuchte er regelmäßig den Salon der Bertha Fanta, wo die deutschsprachige jüdische Intelligenz der Stadt verkehrte. Einer ihrer Vertreter war der Schriftsteller Max Brod. Seine Begegnungen mit Einstein inspirierten ihn zur Figur des Astronomen Johannes Kepler in seinem historischen Roman „Tycho Brahes Weg zu Gott“.

In dem Roman repräsentiert Kepler/Einstein den Typus des „reinen Wissenschaftlers“: „Er tappte nicht etwa wie andere geniale Naturen mit

liebenswerter Naivität in den Alltag hinein; dazu hätte doch noch eine gewisse Frische und Munterkeit des Herzens gehört. Kepler aber verbrauchte sein ganzes Ich, Kopf wie Herz, in wissenschaftlicher Arbeit, und für den menschlichen Umgang blieb nur ein grämlicher, undeutlicher Schatten seines Wesens übrig.“

Liest man diese und ähnliche Passagen in Brods Roman als Charakteristik Einsteins, kommt man zu einem gemischten Urteil. Einerseits pflegte Einstein tatsächlich wie besessen zu arbeiten, und die ihn umgebende Einsamkeit, von der Zeitgenossen berichten, ähnelt der Weltfremdheit, die Brod an ihm beobachtete. Andererseits wurde Einstein eben gerade als munter, redselig und kindlich beschrieben, während Brod ihm all das abspricht.

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Zuletzt geändert am: 18.03.2005