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Mythos
Biografie
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Aristoteles' Weltbild

Das begrenzte Universum

Die Vorstellungen des griechischen Philosophen über den Weltraum schienen nach Newton überholt. Doch mit Einsteins Relativitätstheorie erlebten einige Ideen des Aristoteles ein Revival.

Einstein interessierte sich für Philosophie. Er forderte von Physikern sogar, sich zumindest mit Erkenntnistheorie auseinanderzusetzen. Erkenntnistheorie und Wissenschaft, schrieb er 1916, „sind aufeinander angewiesen. Erkenntnistheorie ohne Kontakt mit Wissenschaft wird zum leeren Schema. Wissenschaft ohne Erkenntnistheorie ist - soweit überhaupt denkbar - primitiv und verworren.“

Aristoteles hätte da ein Philosoph nach Einsteins Geschmack sein können. Ihn könnte man als einen der ersten Naturwissenschaftler bezeichnen. Die Philosophie seines Lehrers Platon hatte noch vor allem die Einsicht in die Idee des Guten zum Ziel. Aristoteles konzentriert sich mehr darauf, die Welt zu verstehen, wie sie ist. Wie Einstein suchte er nach den Prinzipien, die das

Geschehen in der Natur bestimmen. Dabei etablierte er bestimmte Disziplinen, die bis heute erhalten geblieben sind: Biologie, Zoologie, Astronomie, Meteorologie, Psychologie.

Aristoteles war ein genauer Beobachter. Zum Beispiel erkannte er am Erdschatten auf dem Mond, dass die Erde rund sein muss. Und in seinen naturphilosophischen Spekulationen über den Raum kam er zu Schlüssen, die sich ähnlich in Einsteins Relativitätstheorie wieder finden. Für Aristoteles gab es keinen gleichförmigen absoluten Raum, sondern nur an Dinge gebundene Orte. Konsequent folgerte er, dass der Kosmos - das „Himmelsgebäude“ - begrenzt ist und auch außerhalb kein leerer Raum existiert. Genau das wird 2300 Jahre später Einstein mit mathematischen Methoden aus seiner Allgemeinen Relativitätstheorie ableiten.

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Zuletzt geändert am: 17.03.2005