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Formel zum Einstein-Podolsky-Rosen-Paradoxon

Formel zum Einstein-Podolsky-Rosen-Paradoxon

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Das Einstein-Podolsky-Rosen-Paradoxon

Was ist real?

Bis heute wird diskutiert, wie die Quantenmechanik interpretiert werden soll. Die dabei aufgeworfenen philosophischen Fragen, brachten Einstein und seine Kollegen 1935 auf den Punkt.

1930 versucht Einstein auf einer Konferenz das letzte Mal, die Quantenmechanik mit einem Gedankenexperiment zu widerlegen. Einstein glaubte zeigen zu können, dass es mit einer raffinierten Apparatur prinzipiell möglich sein müsste, die exakte Energie eines Photons zu einem exakten Zeitpunkt zu bestimmen. Nach der quantenmechanischen Unschärferelation war das aber ausgeschlossen.

Doch Einstein muss sich geschlagen geben. Nach einer Nacht hatte Niels Bohr das Argument gefunden, mit dem sich die Unschärferelation auch in diesem Fall bewährte: Die Relativitätstheorie. Mit Hilfe Einsteins eigener Theorie ließ sich zeigen, dass die Messung um den vorausgesagten Betrag ungenau werden würde.

Nach diesem Misserfolg akzeptiert Einstein, dass die Quantenmechanik in sich schlüssig ist. „Diese Lehre enthält nach meiner Überzeugung zweifellos ein Stück endgültiger Wahrheit“, schrieb er an das Nobelpreiskomitee. Seinen Frieden

mit der Theorie hatte er dennoch nicht gemacht. Seiner Ansicht nach enthüllte die Quantenmechanik eben nur „ein Stück Wahrheit“. Die Theorie sei zwar nicht falsch, aber unvollständig.

„Kann die quantenmechanische Beschreibung der physikalischen Realität als vollständig angesehen werden?“ So lautet denn auch der Titel eines Artikels, den er 1935 zusammen mit Boris Podolsky und Nathan Rosen veröffentlichte. Im wesentlichen störten sich die drei daran, dass in der Quantenmechanik die Messung der Eigenschaft eines Teilchens (z.B. eines Elektrons oder Photons), ein weit entferntes, scheinbar unabhängiges Teilchen beeinflussen kann. Einstein nannte das eine „spukhafte Fernwirkung“. Eine „vernünftige Definition der Realität“ dürfe eine solche aber nicht zulassen. Die drei glauben, dass eine „vollständige“ Theorie möglich ist, die die von der Quantenmechanik richtig vorhergesagten Messergebnisse erklärt, ohne eine solche Fernwirkung anzunehmen.

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Zuletzt geändert am: 01.03.2005