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Mythos
Biografie
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Die Palästina-Reise

„Das Herz sagt ja, aber der Verstand nein!“

Ein einziges Mal besuchte Einstein die „nationale Heimstätte“ der Juden in Palästina. Das jüdische Aufbauwerk beeindruckte ihn.

Auf dem Rückweg von seiner Japanreise kamen Einstein und seine Frau Anfang Februar 1923 für eine Woche nach Palästina. Zunächst waren sie in Jerusalem beim mächtigsten Mann des Landes zu Gast. Sir Herbert Samuel, der britische Hochkommissar für Palästina, empfing die Einsteins wie Staatsgäste.

Über einen Besuch in der Altstadt schrieb Einstein in sein Tagebuch: „Dann hinunter zur Tempelmauer (Klagemauer), wo stumpfsinnige Stammesbrüder laut beten, mit dem Gesicht der Mauer zugewandt, den Körper in wiegender Bewegung vor und zurück bewegend. Kläglicher Anblick von Menschen mit Vergangenheit ohne Gegenwart.“ Viel besser gefielen ihm die zionistischen Pioniere, die an ihrem ehrgeizigen Siedlungsprojekt arbeiteten und schon manche eindrucksvolle Ergebnisse vorweisen konnten.

In Tel Aviv erhielt Einstein als erster überhaupt die Ehrenbürgerschaft. Die Stadt war erst vierzehn Jahre zuvor in den Dünen am Mittelmeer gegründet worden und hatte inzwischen 20.000 Einwohner. Ein Ende des Wachstums war nicht abzusehen. Einstein war begeistert: „Die Tätigkeit der Juden in wenigen Jahren in dieser Stadt erregt die höchste Bewunderung. Moderne hebräische Städte aus dem Boden gestampft mit regem wirtschaftlichen und geistigen Leben. Ein unglaublich reges Volk, unsere Juden!“ Kein Wunder, dass ihm die Ehrenbürgerschaft der Pionierstadt viel bedeutete. Er glaubte allerdings nicht, dass jemals ein großer Teil des jüdischen Volkes in seiner nationalen Heimstätte würde leben können und prophezeite ihr eine Zukunft als moralisches Zentrum.

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Zuletzt geändert am: 24.03.2005