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Kollege und lebenslanger Freund: Max Born
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Kollege und lebenslanger Freund: Max Born

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Max Born

Ungleiche Freunde

Max Born kam aus einem ähnlichen Millieu wie Einstein, wurde theoretischer Physiker, erhielt den Nobelpreis und ging wie dieser 1933 in die Emigration. Dennoch weicht seine persönliche Lebensgeschichte in wichtigen Punkten von der des berühmteren Freund und Kollegen ab.

Max Born, 1882 in Breslau geboren und aufgewachsen, hat seine Herkunft aus der liberal-demokratischen Tradition des jüdischen Bürgertums in seiner Autobiografie "Mein Leben" beschrieben. Der Vater war Anatom, die Mutter kam aus einer wohlhabenden Familie von Industriellen. Sie starb, als Max 4 Jahre alt war. Die Nähe zu ihr kann niemand ersetzen. Materiell verwöhnt, stark kontrolliert, gelegentlich vom Vater verprügelt, bleibt er im wesentlichen sich selbst überlassen: "So kam es, dass ich ein etwas sonderlicher Kauz wurde". Einsamkeit und Isolation enden erst, als der Dreißigjährige 1913 seine Frau Hedwig heiratet und "zum ersten Mal in meinem Leben mit einem anderen Menschen eng vertraut wurde".

Das preußische Schulsystem ist ihm unerträglich: "Ich hasste Euklid fast so sehr, wie ich Schiller hasste, dessen

Dramen in endlosen, langweiligen Deutschstunden Zeile für Zeile malträtiert wurden." Seine christlichen, zum Teil schon antisemitischen Mitschüler sind ihm ebenso fremd wie die orthodox jüdischen Jungen, "meist Söhne kleiner Ladenbesitzer". Er hat keine Freunde. Doch das "starke Ressentiment gegen die Religion" wird er nicht durchhalten und sich auf Druck der Schwiegereltern nach der Hochzeit taufen lassen.

Das Erbe der mütterlichen Anteile an den Meyer-Kauffmann-Textilwerken erlaubt ihm ein breit angelegtes Studium, wie es ihm der Vater geraten hatte. Der Student reitet, spielt Tennis, musiziert, und bleibt dennoch ein Sonderling, "scheu und deshalb einsam". Weit entfernt von einer wissenschaftlichen Obsession ist seine Wahl für theoretische Physik das, was nach Ablehnung anderer Fächer und der experimentellen Richtung übrig bleibt. Er hat wenig Zutrauen zu seinen eigenen Fähigkeiten und ist darauf angewiesen, dass seine Begabung von anderen erkannt wird, was nicht immer der Fall ist. Zu einem Leben für die

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Zuletzt geändert am: 01.03.2005