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Kollege und lebenslanger Freund: Max Born
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Kollege und lebenslanger Freund: Max Born

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Max Born

Ungleiche Freunde

Forschung muss er erst ermuntert werden mit dem Argument, dass "ein reicher Mann sein Gehirn nicht dazu benützen sollte, noch mehr Reichtum anzuhäufen, sondern um die Künste oder Wissenschaften zu fördern".

1915 erhielt er seine erste Professur in Berlin, wo er Einstein kennen lernte: "Bald kam er mit seiner Geige in unser Haus, um mit mir Sonaten zu spielen, und erstaunte Hedi durch seine herrlich unkonventionellen Manieren." Die Familien werden lebenslang befreundet bleiben. Hedwig Born schreibt später: "In jenen düsteren Kriegsjahren in Berlin hat mir Einsteins völlige Unabhängigkeit von seinem eigenen Ich und seine serene Schau, weit über das Nächstliegende hinweg, innere Not in befreiendes Glücksgefühl verwandelt." In Sachen Quantentheorie waren Born und Einstein jedoch Gegner.

Max Born war trotz lebenslangem Asthma nicht vom Militärdienst befreit und forschte in der Artillerie-Prüfungs-Kommission nach Schallmessverfahren zur Ortung feindlicher Geschütze.

Bei Hitlers Machtergreifung war Born Professor in Göttingen und erhielt Unterrichtsverbot für seine "jüdische Physik". Sein eigener Antrag auf Entlassung wurde jedoch abgelehnt. Er verließ noch 1933 mit Frau und drei Kindern Deutschland. Die Emigration über Cambridge und Bangalore nach Edinburgh, wo er 1936 eine Professur

erhielt, traf ihn hart: "Es kam mir vor wie das Ende der Welt." Währenddessen wurde sein Gehalt in Deutschland weiter auf ein Sperrkonto überwiesen, bis er 1938 strafweise ausgebürgert und sein Besitz samt Haus in Göttingen enteignet wurde.

1939 erhielt er die britische Staatsbürgerschaft noch rechtzeitig vor Ausbruch des Krieges, was ihn vor der Internierung als "feindlicher Ausländer" bewahrte. Es war nicht nur die Rente, sondern auch Heimweh, als er 1953 mit seiner Frau nach Bad Pyrmont in der Nähe von Göttingen zurückkehrte, um sich mit 70 zur Ruhe zu setzen. Der Pensionär erhielt 1954 für seine statistische Interpretation der Wellenfunktion (Kopenhagener Deutung) verspätet den Nobelpreis für Physik. Er engagierte sich bis ins hohe Alter gegen die atomare Bewaffnung und starb am 5. Januar 1970 in Göttingen.

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Zuletzt geändert am: 21.03.2005