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Mensch Einstein  
Mythos
Biografie
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Einstein und die KPD

Politische Bündnispartner

Eben in dieser Rolle spannte er Einstein immer wieder für Hilfsprojekte und Kongresse der KPD ein. Es finden sich zwar Hinweise über Unterschriften, die Einstein gab, oder Kampagnen, die er unterstützte. Von einer intensiven Beziehung zwischen Münzenberg und Einstein ist jedoch nichts bekannt.

Anfang der 30er Jahre hielt Einstein einen Vortrag für die Marxistische Arbeiterschule: "Was der Arbeiter über die Relativitätstheorie wissen muss". Mit Heinrich Mann und Käthe Kollwitz appellierte er 1932 an Gewerkschaften, SPD und KPD, sich bei den kommenden Wahlen zu einer Einheitsliste zusammenzuschließen um der drohenden Faschisierung Einhalt zu gebieten: „Alle Kräfte der Reaktion haben sich verbunden“, hieß es zur Erläuterung der Aktion in einem anderen, von Einstein ebenfalls unterstützten Aufruf der Deutschen Liga für Menschenrechte. „Keine Stimme wird für den Rechtsblock verloren gehen. Diesem Rechtsblock muss der Linksblock der republikanischen Parteien entgegengestellt werden.“ Die angesprochenen Parteien haben Einstein, Mann und Kollwitz nie geantwortet und den Appell auch nicht in ihren Organen veröffentlicht.
Bei solchen Aktionen für politische Gefangene und Einheitslisten ging es Einstein um die Rettung der Republik. Ein Liebäugeln mit autoritärem Sozialismus oder Kommunismus lässt sich hierbei nicht

erkennen. Im Gegenteil: Außer seinen wenigen Äußerungen zu den Moskauer Schauprozessen kennt man von Einstein nur kritische Äußerungen über den Sowjetkommunismus. 1934 schrieb er zum Beispiel: „Sie fragen, ob es berechtigt sei, beim Streben nach einer Verbesserung der wirtschaftlichen Organisation die Prinzipien der individuellen Freiheit dem hohen Ziele zuliebe zeitweise außer Kraft zu setzen. Ein feiner und kluger russischer Gelehrter hat mir gegenüber einen derartigen Standpunkt sehr geschickt vertreten, indem er die Erfolge des (wenigstens ursprünglich) mit Zwang und Terror arbeitenden russischen Kommunismus den Misserfolgen der deutschen Sozialdemokratie in der Nachkriegszeit gegenüberstellte. Er überzeugte mich nicht. Es gibt kein so hohes Ziel, dass in meinen Augen seine Verwirklichung durch unwürdige Methoden gerechtfertigt wäre.“

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Zuletzt geändert am: 23.03.2005