Sprungnavigation Direkt zum Inhalt. Direkt zum Hauptmenü. Direkt zum Untermenü. Direkt zum Infomenü.
Weiter zum Infomenü.
Das Erste Logo
RBB Logo
Mensch Einstein  
Mythos
Biografie
Häufiger Gast bei Einsteins: Gerhart Hauptmann
Bildzoom

Häufiger Gast bei Einsteins: Gerhart Hauptmann

Seite: 1 2

Gerhart Hauptmann

Freundschaft ausgeschlossen

Einstein und Gerhart Hauptmann verband der gegenseitige Respekt vor den Leistungen des anderen. Hauptmanns Haltung zum 1. Weltkrieg und dem Nationalsozialismus führte zur Entfremdung der beiden Nobelpreisträger.

Auf Gerhart Hauptmann wurde Einstein schon früh aufmerksam. Als 18-jähriger Student zeigte er bei der Lektüre Hauptmanns eine erstaunliche Gefühlsregung: „Bei Hanneles Himmelfahrt hab' ich weinen müssen wie ein Kind, halb selig, halb im Schmerz.“ Das erste Zusammentreffen bei Walther Rathenau Anfang der 20er Jahre wird der Beginn einer lockeren Freundschaft, während der sie sich wechselseitig in der Haberlandstraße, in Caputh und auf Hiddensee besuchten.

Einstein mochte Hauptmann, der sehr um wissenschaftliche Sachkenntnis bemüht war und sogar eine Abhandlung über die Relativitätstheorie besaß. Der Dichter hatte den größten Respekt vor Einsteins wissenschaftlichen Leistungen: „Ich will ihn in den großen Dank inschließen, den die Menschheit Ihnen schuldet.“ Umgekehrt rühmte Einstein,

der ein ausgeprägtes Sprachgefühl besaß, die Stilkunst des Dichters: „Er schöpft unmittelbar aus dem Volkstümlichen, immer saftig, nie sentimental, und so frei vom Konventionellen, menschlich und literarisch. (…) Nur wenn er symbolisch wird, wirkt er ein bisschen wie ein Bauer im Smoking.“

Frei von persönlichen Antipathien war ihre Verbindung jedoch nie. Gerhart Hauptmann war zu jener Zeit der bekannteste lebende deutsche Dichter, 1912 erhielt er den Nobelpreis. Entsprechend zelebrierte er seine Bedeutung auch bei dem Physiker. Wenn der eitle Dichterfürst sich wieder einmal, unentwegt Goethe und eigene Werke zitierend, in Szene setzte, beobachtete Einstein „diese Selbstdarstellung amüsiert und zeigte meist ein liebenswürdiges, zugleich aber vielsagendes Lächeln“. Beim Thema des ewig Weiblichen und Hauptmanns Meinung über die Ehe zu dritt, waren sich die beiden immer einig.

Spielen sie mit Einsteins Gedanken!
Lernen Sie Einsteins Welt kennen
mit der Einstein-Zitatmaschine!
Pfeil nach rechts
Zuletzt geändert am: 30.07.2005