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Mythos
Biografie
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Genie sucht Arbeit

Einstein auf Jobsuche

Der Erfinder der Relativitätstheorie war jahrelang technischer Beamter in einem Schweizer Patentamt. Vor dieser ersten Festanstellung war er zwei Jahre arbeitslos.

Nach bestandener Diplomprüfung am Polytechnikum (heutige ETH) in Zürich im Sommer 1900 bewirbt sich Albert Einstein sofort im Haus um eine Assistentenstelle. Eine angebotene "Aushilfsstelle am Versicherungsbureau" lehnt er ab, weil er "die Zeit der Ferien besser verwenden könne" als mit "8 Stunden blöder Packträgerarbeit".

Im Herbst kommt die Absage aus Zürich. "Was übrigens auch immer werden mag", schreibt er seiner Freundin Mileva, "wir kriegen das reizendste Leben von der Welt" und "schöne Arbeit". Im Frühjahr darauf hat er die Krise. Er will sich nicht mehr im antisemitischen Deutschland, sondern in Italien bewerben, wo er auch Protektion habe. "Bald werde ich alle Physiker von der Nordsee bis an Italiens Südspitze mit meinem Offert beehrt haben", schreibt er im April 1901, doch nichts passiert. Der Arbeitslose klagt, "in sehr katzenjämmerlicher Stimmung" zu sein, "weil mir wieder einige Stellenjägereien nicht vorwärts gehen wollen."

Der Vater seines Freundes Michele Besso empfiehlt ihn im Berner Patentamt, doch die Stelle muss erst noch ausgeschrieben werden. Einstein erfährt, "dass auch in der Schweiz unter Mathematikern eine ziemliche Konkurrenz herrscht." Zweite Schreckensnachricht im Mai: Mileva ist schwanger. Er fühlt sich wie "ein bisserl Pechvogel".

Mehr als 3 Monate Vertretung am Technikum in Winterthur kriegt er nicht. Vielleicht doch den Job bei der Versicherung? "Das ist eine dumme Sache um die Hungerleiderei." Im Juli verspricht er nicht nur die Heirat, sondern auch, sich sofort eine "wenn auch noch so ärmliche Stelle" zu suchen: "Meine wissenschaftlichen Ziele und meine persönliche Eitelkeit werden mich nicht davon abhalten, die untergeordnetste Rolle zu übernehmen."

Doch als Lehrer an einem Internat in Schaffhausen wird er "frech" und droht seinem Arbeitgeber mit Kündigung: "Es lebe die Unverfrorenheit! Sie ist mein Schutzengel in dieser Welt." Als er schon nicht mehr daran glaubt, wird er im Dezember 1901 endlich aufgefordert,

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Zuletzt geändert am: 24.03.2005