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Titelblatt zum Briefwechsel Einsteins mit Freud "Warum Krieg?"
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Titelblatt zum Briefwechsel Einsteins mit Freud "Warum Krieg?"

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"Warum Krieg?"

Briefwechsel Einstein - Freud

Einen seiner letzten Briefe aus Deutschland richtete Einstein an Freud. Es kam zu einem Gedankenaustausch über die Kriegsursachen sowie einer Suche nach Wegen zur Vermeidung künftiger Kriege.

Im Sommer 1932 kam es im Auftrag des Instituts für geistige Zusammenarbeit in Paris zu einem brieflichen Gedankenaustausch zwischen Einstein und Sigmund Freud. Darin setzen sich die beiden führenden Intellektuellen über Kriegsursachen und Kriegsverhütung auseinander. In seinem Schreiben stellte Einstein die zentrale Frage, ob und wie die Menschheit vom „Verhängnis des Krieges zu befreien“ sei. Die organisatorische Lösung des Problems sah er in einer „überstaatlichen Organisation“, die alle Konflikte zwischen den Staaten friedlich schlichten sollte. Für das Scheitern solcher Bemühungen machte er das „Machtbedürfnis der jeweils herrschenden Schicht eines Staates“ verantwortlich, die sich durch Kriege Vorteile verschaffen. Damit erkannte er einen eindeutig politisch-sozialen Grund für Krieg und Kriegsgeschrei.

Weniger klar und darum erklärungsbedürftig war ihm, wie es dieser Schicht möglich sei, „die Masse des Volkes ihren Gelüsten dienstbar zu machen, die durch einen Krieg nur zu leiden und zu verlieren hat?“ Seine Überlegungen führten vom Politisch-Sozialen zur psychologischen Schlussfolgerung: „Im Menschen lebt ein Bedürfnis zu hassen und zu vernichten.“ Seinem Briefpartner überließ er als abschließende Frage, ob es eine Möglichkeit gebe, „die psychische Entwicklung der Menschen so zu leiten, dass sie den Psychosen des Hasses und des Vernichtens gegenüber widerstandsfähiger werden?“

In seiner Antwort bekannte sich Freud ausdrücklich zum Pazifismus, der ihn und seinen Freund Einstein zu Verbündeten

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Zuletzt geändert am: 17.03.2005