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Streitbare Kollegen: Einstein und Niels Bohr im Zugabteil
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Streitbare Kollegen: Einstein und Niels Bohr im Zugabteil

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Kritik an der Quantenmechanik

Nicht falsch, aber unvollständig

Einstein gab den entscheidenden Impuls zur Entwicklung der Quantenmechanik. Als aber die strenge Kausalität durch Wahrscheinlichkeitsvorhersagen ersetzt wird, misstraut er der neuen Theorie zutiefst.

Im Oktober 1927 kommt es in Brüssel zu einer Art Gipfelkonferenz über die neue Quantenmechanik. Alle wichtigen theoretischen Physiker der Zeit sind anwesend, darunter Niels Bohr, der als „Direktor der neuen Atomtheorie“ gilt, Werner Heisenberg, der die Unschärferelation formuliert hat und Albert Einstein, der als erster Lichtquanten postuliert hat.

Während sich Einstein im offiziellen Rahmen kaum an den Diskussionen um die Vorträge beteiligt, eröffnet er im Hotel seine eigenen Debatte mit Bohr. Schon zum Frühstück präsentiert Einstein ein hübsches Gedankenexperiment, das einen schwerwiegenden Mangel der Quantenmechanik aufdecken soll. Bohr

nimmt jedes der Einsteinschen Argumente ernst und präsentiert spätestens beim Abendessen eine Lösung des aufgeworfenen Problems. Er glaubt Einstein überzeugen zu können, dass die Quantenmechanik vielleicht ungewohnt, aber auf der Quantenebene die einzig richtige Theorie sei.

Der Physiker Ehrenfest berichtet einige Tage danach in einem Brief begeistert: „Herrlich war es für mich, den Zwiegesprächen zwischen Bohr und Einstein beizuwohnen. Schachspielartig. Einstein immer neue Beispiele. (...) Bohr stets aus einer Wolke philosophischen Rauchgewölkes die Werkzeuge heraussuchend, um Beispiel nach Beispiel zu zerbrechen. Einstein wie die Teufeln in der Box. Jeden morgen wieder frisch herausspringend.“

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Zuletzt geändert am: 28.02.2005