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Poincarés und Einsteins Zeiten

Relativität lag in der Luft

Die moderne Technik setze um 1900 die Zeitkoordination auf die Tagesordnung. Auch deshalb beschäftigten sich viele Physiker mit einer Neudefinition der Zeit und einige entwickelten sehr ähnliche Ideen wie Einstein.

Am 12. August 1853 prallt ein Zug aus Massachusetts in einer Kurve auf den Gegenzug aus Rhode Island. 14 Menschen sterben. Schuld ist die falsch gehende Uhr eines Lokführers. Mit dem wachsenden Eisenbahnnetz häufen sich solche Unfälle. Die Eisenbahngesellschaften stehen unter öffentlichen Druck, das Übel abzustellen. Sie beginnen, die Bahnhofsuhren zu synchronisieren. Über Telegraphenkabel schickt eine Zentraluhr ein Zeitsignal, nach dem automatisch alle Uhren an der Strecke gestellt werden.

Die Synchronisierung der Uhren blieb nicht bei den Eisenbahnen stehen. 1890 führte Bern sein eigenes Zeitnetz ein. Und noch zu Einsteins Zeiten am Berner Patentamt ist das Thema hochaktuell.

Einige der zahlreichen Patente zur Uhrensynchronisation, die damals im Amt eingehen, müssen von ihm geprüft worden sein.

Ganz praktisch war auch der Physiker, Mathematiker und Philosoph Henri Poincaré mit der Zeitkoordination befasst. So leitete er den Aufbau einer Funkstation auf dem Eiffelturm, die der weltweiten Synchronisation von Uhren dienen sollte.

Sowohl Einstein als auch Poincaré beschäftigten sich theoretisch mit dem Begriff der Zeit. Ihr Nachdenken über die physikalische Zeit wurzelte aber nicht nur in den damaligen Problemen der theoretischen Physik, sondern war auch angeregt durch die ganz handfesten technischen Schwierigkeiten ihrer Zeit.

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Zuletzt geändert am: 24.03.2005