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Mythos
Biografie
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Die Einsteins in München

Eine elektrifizierte Stadt

Einstein verbrachte seine Kindheit und ersten Schuljahre bis 1894 in München. Innerhalb weniger Jahrzehnte verfünffachte die aufstrebende Messe- und Industriestadt für Elektrotechnik in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts ihre Bevölkerung.

Im Sommer 1880 zog Einsteins Vater Hermann mit Frau und Sohn nach München und stieg in die Firma seines Bruders „Jakob Einstein & Cie.“ ein. Aus der Wasser- und Gasinstallationsfirma formten sie eine „electrotechnische Fabrik“ für Dynamos, Bogenlampen und Glühbirnen – nach heutigem Sprachgebrauch ein High-Tech-Unternehmen.

Durch die „Internationale Elektricitäts-Ausstellung“ im Glasplast machte sich München 1882 zu einem der führenden Entwicklungsorte für das neue „Zeitalter der Elektrizität“. Hauptattraktion der Ausstellung war, wie der Einstein-Biograf Armin Hermann schreibt, die Übertragung der elektrischen Kraft aus einem

57 Kilometer entfernten Bergwerk. Eine sensationelle Neuigkeit präsentierte die Firma Einstein & Cie auf der Ausstellung nicht, aber immerhin hatte sie eine Telephonanlage mit zwölf Linien zu bieten. So wuchs der kleine Albert in einem Umfeld auf, in der die Elektrotechnik eine ähnliche Bedeutung hatte wie heute die Computerindustrie.

München war schon damals anders als das eher konservativen bayrische Land. Viele Zeitgenossen beschreiben München als eine Stadt, in der man behaglich leben und relativ tolerant war. Die königliche Haupt- und Residenzstadt hatte Ende 1890 350.000 Einwohner, unter ihnen 6.100 Juden. Zur Jahrhundertwende überschritt die Einwohnerzahl die halbe Million und München wurde damit zur drittgrößten deutschen Stadt.

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Zuletzt geändert am: 24.03.2005