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Einstein mit der in der Abschlußklasse in Aarau 1896
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Einstein mit der in der Abschlußklasse in Aarau 1896

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Einstein in Aarau

Stationen eines Wanderlebens

Albert Einstein hat von 1895 bis 1914 mit kurzen Unterbrechungen in der Schweiz gelebt. Sein erster längerer Aufenthalt führte ihn in das Städtchen Aarau, wo er ein glückliches Jahr verbrachte.

Nach Aarau, in die Hauptstadt des Kantons Aargau, kam Einstein im Oktober 1895 als 16-jähriger Schüler, um die Matura zu machen. Die liberale Reformschule, die um einen naturwissenschaftlichen Zweig erweitert worden war, existiert unter dem Namen "Alte Kantonsschule" ("Alte Kanti") in der Bahnhofstrasse 91 noch immer. Ihr damaliger Rektor war der Physiker August Tuchschmid. Zur Zeit von Einsteins Aufenthalt wurde gerade ein ergänzender Neubau mit einem vergrösserten "physikalischen Kabinett" eingeweiht ("Tuchschmidhaus").

Ideale Bedingungen für den jungen Einstein, der ganz in der Nähe bei dem Lehrer Jost Winteler wohnte. Auch dieses "Rössligut" genannte Haus in der Laurenzvorstadt 119 steht noch. Einstein fand bei "Mama" und "Papa" Winteler mit ihren sieben Kindern nicht nur familiäre Geborgenheit, sondern auch seine erste Liebe in Gestalt der Tochter Marie. Was sich Hermann Einstein vom Hausherrn für seinen Sohn wünschte, "dass Ihr guter Einfluss dauernd nachwirken wird", hat sich vor allem in bezug auf seine politischen Ansichten erfüllt.

Das mittelalterliche Städtchen, das auch heute noch weniger als 16 000 Einwohner zählt, bot damals an Geselligkeit vor allem ein reges Vereinsleben mit reichlich Bierkonsum, dem Einstein nichts abgewinnen konnte. Auch deshalb galt er als Einzelgänger, sei jedoch kein "Spielverderber" gewesen. Zum Maienfest (das auch heute noch gefeiert wird) gehörte ein Schaugefecht zwischen "Kadetten" und "Freischärlern", und "dies ganze Possenspiel samt einem entsprechenden Umzug ließ unser friedliebender Einstein, der seither kaum mehr ein Gewehr berührt haben dürfte, ohne Mucksen über sich ergehen." Dass er sich 1896 "an dem großen Rummel sogar ergötzte", wagte der ehemalige Schulkamerad allerdings kaum zu hoffen.

Keine Gelegenheit hingegen versäumte Einstein, wenn seine Geige zum Einsatz kommen konnte. Er spielte im Schulorchester mit und nahm auch an öffentlichen Konzerten teil.

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Zuletzt geändert am: 18.02.2005