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Einsteins Stieftöchter Margot und Ilse  auf der Terrasse in Caputh
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Einsteins Stieftöchter Margot und Ilse auf der Terrasse in Caputh

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Ilse Einstein

Die Qual der Wahl

Ilse, die ältere Tochter von Einsteins zweiter Frau Elsa Löwenthal, war seine erste Sekretärin und kurze Zeit als mögliche Kandidatin für eine Ehe im Gespräch.

Nachdem sich Albert Einstein 1914 mit seiner Berufung nach Berlin von Mileva und den Söhnen getrennt hatte und ein Verhältnis mit seiner Cousine Elsa unterhielt, zog er im September 1917 bei ihr und ihren Töchtern Ilse und Margot ein. Im Dezember desselben Jahres beantragte er, dass ihm "für drei halbe Tage pro Woche eine Sekretärin bewilligt werde", und so trat die 1897 geborene Ilse offiziell in seine Dienste.

Die Zwanzigjährige verliebte sich in ihren zukünftigen Stiefvater und sah ihre Gefühle trotz seiner Beziehung zu ihrer Mutter Elsa und deren Heiratspläne erwidert: "Dass A. mich sehr lieb hat, vielleicht so lieb wie mich nie mehr ein Mann haben wird, weiß ich". In dem zitierten Brief vom 22. Mai 1918 wendet sie sich an den befreundeten Oberarzt der Charité, Prof. Georg Nicolai, von dem sie wusste, dass er sie als Kandidatin für Einstein bevorzugte.

Sie selbst hatte "nie im Ernst daran gedacht", doch "gestern plötzlich wurde die Frage gestellt, ob A. Mama oder mich heiraten wolle."

Was "zuerst halb im Scherz ausgesprochen, wurde innerhalb weniger Minuten eine ernste Angelegenheit, die nun voll und ganz überlegt und besprochen werden muß." Einerseits hat sie Albert "sehr lieb" und "wenn es wirklich Freundschaft und Kameradschaft zwischen zwei Wesen verschiedener Gattung gibt, so waren es ganz sicher meine Gefühle für A.", andererseits habe sie "nie den Wunsch oder die geringste Lust verspürt, ihm körperlich nahe zu sein", während es ihm zunehmend schwerer fällt, "sich zu beherrschen".

Sie fürchtet, dass ihre "Gefühle für ihn nicht ausreichend sind für ein Zusammenleben als Ehegatten", bzw. dass sie ihn nach einer Heirat "als Fessel empfinden" würde: "Zu guter Letzt käme ich mir noch wie eine Sklavin vor, die verkauft worden ist." Sie denkt "in dieser seltsamen und auch gewiß stark komischen Angelegenheit" an ihre Mutter, die ihr zwar vorläufig "vollkommen freie Wahl gelassen" hat, der es aber "sicher bitter schwer fallen" dürfte, "ihren sich selbst eroberten Platz" aufzugeben.

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Zuletzt geändert am: 24.03.2005