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Einstein mit Margot und Dimitri Marianoff auf dem Weg zur Trauung
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Einstein mit Margot und Dimitri Marianoff auf dem Weg zur Trauung

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Dimitri Marianoff

Mein Schwiegersohn, der Spion

Der Ehemann von Margot Einstein war für den russischen Geheimdienst tätig und nutzte dafür Einsteins Wohnung in Berlin-Schöneberg.

Wann genau der am 1.1. 1889 geborene Dimitri Marianoff in das Leben der Familie Einstein trat, wissen wir nicht. Am 19. August 1929 schrieb Elsa Einstein, ihre Tochter Margot habe "ihre Liebschaft in Berlin, darum trennt sie sich schwer. Es ist ein Russe, etwas überkandidelt, wie es zu Gottel passt." Ihre Vorhersage, die Liebe würde das Leben ihrer Tochter "ruhig dahinfließen" lassen, "es wird keinerlei Erschütterungen geben", sollte sich nicht erfüllen.

Einstein misstraute dem zukünftigen Schwiegersohn und bestellte im Sommer 1930 den befreundeten Schriftsteller Anatoli Lunatscharski zu sich, um ihn über seinen ehemaligen Sekretär Marianoff zu befragen. Lunatscharski verbürgte sich für ihn und "Einstein war sichtlich beruhigt." Am 29. November 1930 heiratete Margot ihren "Dima". Die Haushälterin erinnert sich, dass Einstein und seine Frau nicht recht froh über die Heirat waren: "Man ging zum Standesamt, aber gefeiert wurde nicht".

Nach der Hochzeit wohnte das Paar mit in der Haberlandstraße 5. Marianoff leitete bei der sowjetischen Handelsmission in Berlin die Abteilung Filmvertrieb.

Wie Siegfried Grundmann in "Einsteins Akte" mitteilt, stand Marianoff unter Beobachtung. In einem geheimen Bericht des Berliner Polizeipräsidenten vom 18. August 1932 heißt es, er gehöre zu den "nächsten Gehilfen" des Vorgesetzten der sowjetischen Spione in Deutschland und durch seine offizielle Tätigkeit zugleich zu jenen, die "nicht auffallen und keinerlei Verdacht erregen." Der Polizei wiederum fiel nicht auf, dass Marianoff Einsteins Schwiegersohn war, und die Einsteins merkten nicht, wer Marianoff war. Der Haushälterin brachte er "Leckerbissen" aus dem Russischen Laden mit, oft auch Theater- und Kinokarten zu Premieren, "und ich bin da auch immer hingegangen".

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Zuletzt geändert am: 17.03.2005