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Einstein und Chaplin bei der Premiere zu Chaplins "Lichter der Großstadt" 1931
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Einstein und Chaplin bei der Premiere zu Chaplins "Lichter der Großstadt" 1931

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Einstein und Chaplin

Ein „ganz berückender Mensch“

Einstein und Chaplin waren die bekanntesten Größen in Physik und Film. Sie trafen sich selten, waren einander jedoch durch eine Art von Wesensverwandtschaft verbunden.

Als Einstein 1930 zum zweiten Mal die USA bereiste, traf er auf seinen Wunsch den König der Stummfilm-Mimen: Charlie Chaplin. Der weltberühmte Schauspieler und Regisseur beschrieb Einstein als „ruhig und sanft“: „Doch fühlte ich, daß in seinem Inneren ein hochemotionelles Temperament verborgen war, und daß aus dieser Quelle seine außerordentlichen intellektuellen Energien kamen.“

Chaplin lud Einstein beim ersten Treffen zur Uraufführung seines Films
"Lichter der Großstadt" im Januar 1931 in Los Angeles ein. Die Fahrt zur Premiere war eine Sensation: Eine jubelnde Menschenmenge füllte die Straßen, die Limousine der beiden Berühmtheiten kam nur langsam voran. Die Menschen waren außer sich vor Begeisterung und sprangen immer aufs Trittbrett. In diesem Moment wandte sich Chaplin an Einstein: „Mir jubeln sie zu, weil mich jeder versteht und

Ihnen, weil sie keiner versteht.“ Während des Films beobachtete Chaplin voller Freude, daß Einstein sich die Augen wischte: „Ein weiterer Beweis dafür, daß Wissenschaftler unheilbare Gefühlsmenschen sind.“

Einstein war auch Gast bei Chaplin, „der in seiner Wohnung ein japanisches Theater aufgeschlagen hatte, es wurden von echten Japanerinnen echt japanische Tänze aufgeführt. Der Chaplin ist ein ganz berückender Mensch, ganz wie in seinen Filmrollen (…).“ Nicht sehr begeistert war Einstein jedoch, als Chaplin bei seinem Gegenbesuch in Berlin unbedingt sein Arbeitszimmer sehen wollte: „Auch Chaplin betrachtet mich wie ein Wundertier, mit dem er eigentlich nichts anzufangen weiß. In meinem Zimmer benahm er sich so, als würde er in einen Tempel geführt. (…) Dabei versteht dieser Mann so viel von der Physik wie ich vom Schauspielerberuf.“

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Zuletzt geändert am: 20.03.2005