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Einstein mit Elsa nach einem Dinner für eine amerikanisch-palästinensiche Kampagne in New York 1931
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Einstein mit Elsa nach einem Dinner für eine amerikanisch-palästinensiche Kampagne in New York 1931 (v.l.n.r.: Warburg, Einstein, Elsa, dahinter: Szold, Rothenberg, Rabbi Wise, Seligman)

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War Einstein Zionist?

Kein Nationalist

Seit den 20er Jahren war Einsteins Engagement für einen jüdischen Staat in Palästina unzweideutig. Der Physiker ist jedoch nicht umstandslos als Zionist zu bezeichnen.

Bevor Einstein sich für jüdische Angelegenheiten interessierte, dauerte es eine Weile. Religion schien ihm eine Sache von vorgestern zu sein. Kurz vor seinem Tod jedoch, 1955, bedankte er sich überschwänglich bei Kurt Blumenfeld, dass er ihm geholfen habe, „mir die jüdische Seele zum Bewusstsein zu bringen.“

Kurt Blumenfeld - Generalsekretär des zionistischen Weltverbandes von 1911-1914, später Präsident der zionistischen Vereinigung und Geschäftsführer eines jüdischen Hilfsfonds - besuchte Einstein 1919 in Berlin, beide arbeiteten seit diesen Tagen eng zusammen. Einstein vertraute ihm sogar die Abfassung vieler seiner Erklärungen an, die er zu Israel abgab. 1944 schrieb er an Blumenfeld: „Ich fühle, dass ich Ihnen näher stehe als ich selber geglaubt habe. Dies zeigt sich schon darin, dass Sie meinen Stil so

mühelos kopieren, dass ich nach einiger Zeit selber nicht mehr unterscheiden kann, wer von uns eigentlich der Schreiber war.“

In einem Nachruf auf Einstein berichtet Kurt Blumenfeld jedoch, dass die Zusammenarbeit mit Einstein nicht immer einfach war: „Einstein hat zu olitischen Fragen, auch zur Israelpolitik, in sehr verschiedener Weise Stellung genommen. Einmal erschien er als Pazifist in einer Zeit, in der er sich durch den verstorbenen Rabbiner, Dr. Yehuda Magnes, dem ersten Präsidenten

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der Hebräischen Universität in Jerusalem, angesprochen fühlte. Dann enttäuschte ihn Magnes, und er änderte die Front. Es gab Zeiten, wo der Staatsbegriff von ihm abgelehnt wurde. Er war damals für den Gedanken des binationalen Staates. Als dann der Staat Israel gegründet wurde, erwies er sich als begeisterter Anhänger.“

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Zuletzt geändert am: 24.03.2005