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Walther Rathenau in jenem Auto, in dem er am 24. Juni ermordet wurde
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Walther Rathenau in jenem Auto, in dem er am 24. Juni ermordet wurde

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Der Mord an Walther Rathenau

Zielscheibe rechtsradikaler Hetze

Die Ermordung von Walther Rathenau war ein Höhepunkt rechtsradikaler Gewalt in der frühen Weimarer Republik. Einstein hatte versucht, seinen Freund von der Aufgabe seines Postens zu überzeugen.

Im Januar 1922 berief Reichskanzler Joseph Wirth den Unternehmer und Publizisten Walther Rathenau zum Außenminister. Der erste jüdische Außenminister Deutschlands wurde sofort zur Zielscheibe rechtsradikaler Hetze. Rathenau, der die Bedingungen des Versailler Vertrages zumindest zum Teil erfüllen wollte, wurde als „Erfüllungspolitiker“ beschimpft. Seine Feinde skandierten: „Knallt ab den Walther Rathenau, die gottverdammte Judensau.“

Im März 1922 besuchte Einstein gemeinsam mit dem Zionisten Kurt Blumenfeld Rathenau, um ihn zum Rücktritt zu bewegen. Blumenfeld war der Auffassung, dass alle Juden für Rathenaus Entscheidungen verantwortlich gemacht würden. Einstein wiederum hatte schlicht Angst, Rathenau könne ermordet werden. Auch missbilligte er, dass Rathenau das Ministeramt überhaupt angenommen hatte.

Nach Einsteins Ansicht sollte das „natürliche Verhalten deutscher Juden in der Öffentlichkeit stolze Reserviertheit“ sein. Rathenau beharrte: „Ich bin der richtige Mann für den Posten. Ich erfülle meine Pflicht für Deutschland.“ Er hoffte, die für Juden geltenden Begrenzungen einreißen zu helfen. Einstein hatte den Eindruck, dass der Minister mit der Idee eines Opfertodes spielte.

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Ein diplomatischer Coup gelang Rathenau im April 1922 mit dem Vertrag von Rapallo, in dem die Sowjetunion und das Deutsche Reich die Aufnahme von diplomatischen und Handelsbeziehungen vereinbarten. Obwohl er die Isolierung Deutschlands durchbrochen hatte, bekam der Hass auf ihn neue Nahrung.

Er galt nunmehr auch noch als „Verräter“ an die Kommunisten. Trotz der offenen Drohungen verzichtete Rathenau auf

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Zuletzt geändert am: 24.03.2005