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Biografie
Einstein mit dem Chemiker Fritz Haber 1914 im Kaiser-Wilhelm-Institut
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Einstein mit dem Chemiker Fritz Haber 1914 im Kaiser-Wilhelm-Institut

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Erstes Engagement

Abscheu gegen die „große Zeit“

Der Erste Weltkrieg bestätigte Einsteins Abneigung gegen das „deutsche Wesen“ und machte ihn zum Pazifisten.

Während sich viele Berliner bei der Nachricht vom Ausbruch des Ersten Weltkrieges dem ausbrechenden patriotischen Taumel hingaben, gehörte Einstein zu jenen, die mit Entsetzen und Sorge reagierten. „Die psychologische Wurzel des Krieges liegt nach meiner Ansicht in einer biologisch begründeten Eigenart des männlichen Geschöpfes“, meinte er.

Sein Abscheu vor dem Militarismus und der Autoritätshörigkeit in der deutschen Gesellschaft hatten schon den Neunzehnjährigen veranlasst, seine deutsche Staatsbürgerschaft aufzugeben. 1914 fand er seine Abneigung bestätigt: Die Deutschen seien zu Anhängern einer „Machtreligion“ geworden und hätten „die Ideale der Goethe-Schiller-Zeit fast vollkommen verdrängt“.

Besonders schockiert war Einstein, als im Oktober 1914 selbst befreundete Kollegen

wie Max Planck und Fritz Haber den Aufruf „An die Kulturwelt!“ unterzeichneten, in dem sich 93 Wissenschaftler und Künstler mit den deutschen Kriegsanstrengungen solidarisierten. Einstein reagierte, indem er mit Georg Friedrich Nicolai den „Aufruf an die Europäer“ formulierte.

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Der Aufruf forderte, dass „die Bedingungen des Friedens nicht Quelle künftiger Kriege“ werden dürften und Europa zu einer „organischen Einheit“ umgeformt werden sollte. Nur vier Personen unterzeichneten den Aufruf. Ende 1914 war Einstein eines der Gründungsmitglieder des demokratisch-pazifistischen „Bundes für ein Neues Vaterland“. Die Erfahrung des Krieges machte ihn zu dem aktiven Kämpfer für den Frieden, als der er in Erinnerung geblieben ist.

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Zuletzt geändert am: 24.03.2005