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Die Berner Akademie Olympia: Habicht, Solovine, Einstein
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Die Berner Akademie Olympia: Einstein, Habicht, Solovine

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Akademie Olympia

„Scharfsinn und gelöste Herzlichkeit“

In ihrer Akademie Olympia übten Einstein, Maurice Solovine und Conrad Habicht sich im rhetorischen Fechten um die wichtigsten Fragen der Physik und waren auch im Berner Alltag eine „Gang“.

Den rumänische Philosophiestudenten Maurice Solovine lernte Einstein 1902 kennen, als dieser bei ihm Privatstunden in Physik nehmen wollte, da sich diese für ihn wirklich mit den „höchsten Fragen“ befasse. Schnell entwickelte sich eine intensive Freundschaft. Bald darauf gesellte sich noch der Schweizer Mathematikstudent Conrad Habicht, ein Schulkamerad Einsteins aus Aarauer Zeit, hinzu.

Zusammen nannten sie sich selbstironisch „Akademie Olympia“ und sahen sich als junge, kaum über 20 Jahre alte Studenten schon im „Götterolymp der Wissenschaftler“. Für ein Gruppenbild ließen sie sich alle drei mit Schnauzbart, Stehkragen und Fliege ablichten. In einer Atmosphäre von „Scharfsinn und gelöster Herzlichkeit“ widmeten sie sich physikalischen, philosophischen und literarischen Fragen.

Seit 1902 trafen sich die drei regelmäßig in Einsteins Wohnung, aßen ein herzhaftes Mahl, um sich dann lautstark ihren Auseinandersetzungen zu widmen.

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Nächtelang diskutierten sie im vollgequalmten Zimmer über Ernst Machs „Mechanik“, lasen sich Ausschnitte aus Cervantes „Don Quichotte“ vor, manchmal spielte Einstein etwas auf seiner Geige vor oder sie gingen zusammen ins Konzert. Sie lachten viel, machten großspurig Witze und doch fanden genau in diesem Kreis die entscheidenden Diskussionen statt, auf denen schließlich 1905 Einsteins Veröffentlichungen aufbauten.

Auch Einsteins Frau Mileva nahm oft an den Sitzungen teil. Sie lauschte aufmerksam, mischte sich allerdings nicht ein, erinnerte sich Solovine. Vielmehr besprach Mileva die Themen lieber später, wenn sie allein waren, mit Einstein.

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Zuletzt geändert am: 20.03.2005