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Einstein weltberühmt: jubelnder Empfang in New York 1921
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Einstein weltberühmt: jubelnder Empfang in New York 1921

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Ein Physiker als weltweiter Popstar

„...eine harmlose Narretei...“

Halb sank er hin, halb wurde er gestoßen. Als die Londoner Times im November 1919 titelte „Lichter am Himmel alle schief – Einsteins Theorie triumphiert“ wurde der Physiker mit einem Schlag zum weltweit bekannten Medienstar.

Bald zogen englische und deutsche Zeitungen nach, so die „Berliner Illustrierte Zeitung“, die ihm am 14. Dezember ein Titelbild widmete und ihn als „eine neue Größe der Weltgeschichte“ vorstellte. Direkt nach dem 1. Weltkrieg bediente Einstein als symbolische Figur viele verschiedene Bedürfnisse. In Deutschland konnte man nach dem verlorenen Weltkrieg zumindest auf einem anderen Gebiet wieder Größe beweisen, und bei den einstigen Kriegsgegnern hatte man mit Einstein einen international vorzeigbaren Deutschen gefunden.

Schon damals suchten die Reporter immer und überall den Menschen, der in diesem Fall hinter den komplizierten Theorien steckte. „Sie konnten ihr Glück kaum fassen“, schreiben Highfield und Carter in

ihrer Biografie, „statt des Stereotyps eines Akademikers fanden sie einen Exzentriker mit zersaustem Haar, der irgendwie Charme besaß und einen ziemlich spöttischen Humor.“ Einstein war immer für eine Geschichte gut, und schon bald wurde er bei jeder Gelegenheit und zu jedem Thema um seine Meinung gebeten.

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Einstein erinnerte das Ganze eher an das Märchen „Des Kaisers neue Kleider“, hielt es aber für „eine harmlose Narretei“. Gleichzeitig überschritt Einstein in diesem Jahr den Zenit seiner wissenschaftlichen Kreativität und begann nun, das Spielfeld zu wechseln. In den folgenden zwölf Jahren führten ihn Vortragsreisen in die USA, nach Japan und nach Südamerika. Oft begleiteten seine öffentlichen Vorträge, bei denen es mehr darum ging, „ihn“ zu sehen als seine Theorien zu verstehen, riesige Menschenaufläufe bis hin zu weiblichen Ohnmachtsanfällen.

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Zuletzt geändert am: 24.03.2005