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Mythos
Biografie
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Jüdisches Elternhaus - liberale Toleranz

Ein überkonfessioneller religiöser Jude

Albert Einstein wuchs in der liberalen Tradition des jüdischen Bürgertums auf und war „konfessionslos“. Im Dritten Reich galt er als „besonders jüdischer Jude“.

Hermann Einstein und Pauline Koch, beide „israelitischer Religion“, heiraten 1876 in der Synagoge von Cannstatt bei Stuttgart. Mit ihrem Sohn Albert, der 1879 in Ulm geboren wird, ziehen sie 1880 nach München. Die elektrotechnische Firma „J. Einstein & Cie.“ ist sehr innovativ mit der Beleuchtung des Oktoberfestes und des Stadtteils Schwabing an der Elektrifizierung Münchens beteiligt. Die Einsteins sitzen nach Feierabend auch gern in einem Biergarten, machen mit ihren Kindern Ausflüge ins bayerische Bergland und fallen in ihrer Umgebung nicht als besonders jüdisch auf. Ihr Sohn Albert geht in die katholische Volksschule, später ins Gymnasium.

Zum obligatorischen Religionsunterricht kam noch „israelitische Religionskunde“

hinzu, und so „wurde ich sowohl in der Bibel wie im Talmud unterrichtet“, eine Zweigleisigkeit, die er offenbar sehr anregend fand. Obwohl „ein Kind ganz irreligiöser Eltern“, war er tief religiös, doch lag in seiner Begeisterung für beide Religionen bereits etwas Überkonfessionelles. Und sobald der aufgeweckte Knabe die ersten populär-wissenschaftlichen Bücher in die Hände bekam, musste er zwangsläufig

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feststellen, „daß vieles in den Erzählungen der Bibel nicht wahr sein konnte.“ Mit der christlichen Physik fand der kindliche Glaube „ein jähes Ende“. Der Dreizehnjährige geht 1892 nicht zur Bar Mizwa und ist damit nicht Mitglied der jüdischen Gemeinde. Er bezeichnet sich nun als „konfessionslos“.

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Zuletzt geändert am: 24.03.2005