Sprungnavigation Direkt zum Inhalt. Direkt zum Hauptmenü. Direkt zum Untermenü. Direkt zum Infomenü.
Weiter zum Infomenü.
Das Erste Logo
RBB Logo
Mensch Einstein  
Mythos
Biografie
Lichtquantenhypothese (Annalen der Physik 1905)
Bildzoom

Lichtquantenhypothese (Annalen der Physik 1905)

Seite: 1 2

Die Lichtquanten

Die Revolution frisst ihren Vater

Mit seiner Lichtquantenhypothese wird Einstein zum Vater der Quantenmechanik. Einer Theorie, die er später ablehnte.

„Sie handelt über die Strahlung und die energetischen Eigenschaften des Lichtes und ist sehr revolutionär“, so kündigte Einstein seinem Freund Conrad Habicht im Mai die erste seiner vier im Frühjahr 1905 entstandenen Arbeiten an. Es war das einzige Mal, dass Einstein eine seiner wissenschaftlichen Veröffentlichungen revolutionär nennt. Seine zentrale Idee: Auch das Licht besteht wie die Materie aus kleinsten Einheiten („Quanten“). Seine These publiziert Einstein unter dem vorsichtigen Titel „Über einen die Erzeugung und Verwandlung des Lichtes betreffenden heuristischen Gesichtspunkt“ und erklärt damit mühelos einige damals unverstandene Phänomene, darunter den photoelektrischen Effekt.

Einsteins Annahme widerspricht der zentralen Vorstellung der bewährten Elektrodynamik. Bisher galt: Licht, und mit ihm alle elektromagnetische Strahlung,

ist eine kontinuierliche Welle. Dieses Bild aufzugeben, fällt den Physikern äußerst schwer. Viele lehnen deshalb Einsteins revolutionäre Idee selbst dann noch ab, als sie sich praktisch glänzend bestätigt.

Spielen sie mit Einsteins Gedanken!
Lernen Sie Einsteins Welt kennen
mit der Einstein-Zitatmaschine!

So führt der Physiker Andrews Millikan ab 1912 sehr genaue Messungen zum photoelektrischen Effekt durch, eigentlich in der Absicht, Einstein zu widerlegen. Doch 1915 muss er zugeben, dass seine Experimente „unzweifelhaft“ die aus der Lichtquantenhypothese abgeleitete Formel bestätigen. Gleichzeitig erscheint ihm „die physikalische Theorie, auf die sich die Gleichung aufbaut,“ immer noch als „gänzlich unhaltbar“. Auch das Nobelkomitee ist vorsichtig, als es Einstein die Auszeichnung für seine „Entdeckung des Gesetzes des photoelektrischen Effekts“ verleiht, nicht für die dahinter stehende Theorie.

Pfeil nach rechts
Zuletzt geändert am: 17.02.2005