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Mensch Einstein  
Mythos
Biografie
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Eduard Einstein

Ein ungelöstes menschliches Problem

Der zweite Sohn Albert Einsteins konnte sich nicht vom Schatten seines berühmten Vaters befreien und verbrachte den größeren Teil seines Lebens in einer Nervenheilanstalt.

Im Sommer 1910 in Zürich schiebt Albert Einstein wieder den Kinderwagen. In dem liegt Eduard, geboren am 28. Juli. Sein Jüngster ist so oft krank, dass Einstein sich schließlich fragt, „ob es nicht besser wäre, wenn er Abschied nehmen könnte, bevor er das Leben richtig gekannt hat?“ Der „Tetel“, wie er gerufen wird, ist intelligent und musikalisch begabt.

Seine ungewöhnliche Merkfähigkeit fällt früh auf, aber auch, dass er das in sich angesammelte Wissen nur reproduzieren und nicht zu Neuem verbinden kann. Sein Musizieren wird als getreue Wiedergabe ohne eigene Inspiration beschrieben. Es ist genau jenes Lernen, das sein Vater verabscheut. Später wird Eduard mit wilden Improvisationen ins andere Extrem verfallen und über die Tasten rasen: „Es war einfach entsetzlich, wie er den Flügel bearbeitete. Ganz verrückt.“ Aber noch ist es nicht so weit.

Um die Ehe von Albert und Mileva steht es nicht zum Besten. Als er 1914 nach Berlin berufen wird, kehrt sie nach wenigen

Monaten mit den Kindern nach Zürich in wirtschaftlich prekäre Verhältnisse zurück.

Dort hofft sie bis zur Scheidung 1919 vergebens auf seine Rückkehr. Mileva ist seit der Trennung oft im Krankenhaus, auch Eduard ist nie gesund.

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Er klagt über innere Unruhe, über unerträgliche Schmerzen in den Ohren und im Kopf. Nach der Matura treten die Anfälle, in denen er sich in eine unbezähmbare Wut steigert, gehäuft auf. 1929 will er sich aus dem Fenster stürzen, wird gewalttätig gegen seine Mutter, die ihn hindern will, und wird zum ersten Mal in das Sanatorium Burghölzli eingeliefert.

In Prag hatte Einstein es lustig gefunden, von seinem Arbeitszimmer den Blick auf den Garten einer Heilanstalt zu haben, und zu einem Kollegen gesagt: "Hier sehen Sie den Teil der Verrückten, der sich nicht mit der Quantentheorie beschäftigt", weil seine theoretischen Schwierigkeiten zum Verrücktwerden waren. Jetzt lachte er nicht.

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Zuletzt geändert am: 24.03.2005