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"Little Boy", die Atombombe, die 1945 über Hiroshima explodierte
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"Little Boy", die Atombombe, die 1945 über Hiroshima explodierte

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Die Atombombe

Einfaches Prinzip, schweres Material

Schon wenige Monate nach Entdeckung der Kernspaltung diskutierten Physiker über die Bombe. Die technische Schwierigkeit lag vor allem in der Herstellung des spaltbaren Materials.

Das Prinzip einer Atombombe ist einfach. So einfach, dass schon wenige Monate nachdem der Chemiker Otto Hahn in Berlin im Dezember 1938 die Kernspaltung zufällig entdeckte, über diese militärische Anwendung diskutiert wurde. Bei der entdeckten Spaltung von Uran trifft ein Neutron auf einen Urankern. Dieser zerfällt in verschiedene Spaltprodukte. Alle Überreste des Urankerns zusammen sind aber leichter als der ursprüngliche Atomkern. Die „verlorene“ Masse verwandelt sich gemäß Einsteins Formel E=mc² in Energie. Für die Spekulationen über eine Atombombe war ein weiterer Umstand entscheidend: Unter den Spaltprodukten finden sich auch Neutronen, die wiederum weitere Urankerne spalten können.

Damit war auch eine nukleare Bombe denkbar. Bereits im April 1939 berichtete die New York Times von der Vision der

Physiker „von einer Erde, die durch Isotope in die Luft fliegt“. Vier Monate später wird Einstein seinen berühmten Brief an Präsident Roosevelt schreiben und ihn zur Entwicklung einer Atombombe auffordern, um den Deutschen zuvor zu kommen.

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Natururan eignet sich allerdings nicht zum Bau einer Bombe. Zuerst muss das spaltbare Uranisotop (Uran 235), das in gewöhnlichem Uran nur zu 0,7 Prozent enthalten ist, in einem technisch aufwändigen Verfahren angereichert werden. Daneben bietet sich Plutonium zum Bombenbau an. Um dieses Element zu gewinnen, ist allerdings ein funktionierender Kernreaktor notwendig. Im Manhattan-Project wurden beide Wege verfolgt.

Ist genügend spaltbares Material vorhanden, ist der Schritt zur Atombombe relativ klein. Es gilt, im geplanten Moment

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Zuletzt geändert am: 17.02.2005